
Die kleine Ruhestätte für acht Soldaten
neben dem Kammweg des Wesergebirges unterhalb
der Paschenburg besteht seit April 1945.
Schon bald nach Kriegsende errichten die Eltern
des Oberfeldwebels Heinz Giesecke
neben den Gräbern eine Gedenktafel mit
den persönlichen Daten der Toten. Später
wird ein etwa drei Meter hoher Block aus Oberkirchener
Sandstein aufgestellt Er trägt die Inschrift
„Die Toten mahnen, für den Frieden
zu leben“.
Auf dieser Kriegsgräberstätte findet
alljährlich am Volkstrauertag die zentrale
Gedenkfeier im Landkreis Schaumburg statt.
Noch
am 11. April 1945, vier Wochen vor Kriegsende,
versucht eine deutsche Kampfgruppe,
auf dem Kamm des Wesergebirges die vorrückenden
Einheiten der 102. amerikanischen Infanterie-Division
aufzuhalten. Sie besteht überwiegend aus
jungen Offizieranwärtern der Artillerieschule
Braunschweig.
Nach Ende der Kämpfe birgt Frau Brunsmeyer
von der Paschenburg acht tote deutsche Soldaten.
Sie beerdigt sie in der Nähe der heutigen
Grablage. Unter ihnen ist Helmut Richter
aus Neutschem, der hier einen Tag vor seinem
18. Geburtstag gefallen ist.