
Die
Kriegstoten ruhen auf acht städtischen
und sechs kirchlichen Friedhöfen.
Im Süden, zwischen Messeschnellweg und
Hildesheimer Straße, liegt an der Garkenburgstraße
der
Stadtfriedhof
Seelhorst.
Auf den drei Kriegsgräberfeldern der Abteilungen
14, 18 und 19 ruhen:
- 456 deutsche Soldaten,
- 1304 Bombenopfer,
- 1581 osteuropäische Zivilpersonen und
- 390 KZ-Opfer.
Weitere
Kriegsgräberstätten befinden sich
in den Ortsteilen Fössefeld, Stöcken,
Ricklingen und am Maschsee/Nordufer (russischer
Friedhof).
Nach
der Räumung verschiedener Lager vor den
anrückenden Amerikanern treffen im April
1945 größere Gruppen von Häftlingen
in Hannover ein. Der Chef der Gestapoleitstelle
in Hannover befiehlt die Erschießung von
Häftlingen. Insassen des Arbeitserziehungslagers
Lahde werden in das Polizeiersatzgefängnis
Ahlem gebracht. 155 Gefangene aus osteuropäischen
Ländern erschossen.
Weitere Einzelheiten siehe hier!
Unter
den Toten auf dem ehemaligen Garnisonfriedhof
Fössefeld befindet sich auch der polnische
Unterfeldwebel Stanislaus Moczulski.
Er verstirbt 1941 im Alter von 31 Jahren in
deutscher Kriegsgefangenschaft. Erst 50 Jahr
später kann sein Sohn dank Vermittlung
des Volksbundes das Grab aufsuchen. Dabei bemerkt
er:
„Ich möchten allen Menschen, die
sich um fremde Gräber kümmern, danken.
Es ist schade, dass nicht alle Menschen auf
der Welt, so wie sie, die Gräber achten
und sie pflegen.“
Im
Jahr 2005 wurde auf dem Seelhorster Friedhof
eine Geschichts- und Erinnerungstafel aufgestellt