Bestandteil
des in den Jahren 1934 bis 1938 angelegten Friedhofs
Wehl ist eine 1917 eingeweihte Grabstätte
für Kriegsgefangene (Kriegsgefangenenlager
auf dem damaligen Exerzierplatz, 1914 eingerichtet).
Dort sind Serben und Russen bestattet. Die ursprünglich
ebenfalls dort beigesetzten Briten, Franzosen,
Italiener und Belgier werden in den Jahren 1925
und 1926 in ihre Heimatländer überführt
oder auf zentrale Sammelfriedhöfe umgebettet.
Im Bereich des ehemaligen Gefangenenfriedhofs
befindet sich ein Holzkreuz mit einer Christusfigur,
das vom Lagerpfarrer in Auftrag gegeben und
in Oberammergau geschnitzt worden ist. Auf der
Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkrieges
haben deutsche Soldaten und osteuropäische
Zwangsarbeiter, die im Kreis Hameln-Pyrmont
umgekommen sind, ihre letzte Ruhestätte
erhalten.
Am
5. April 1945 versucht eine fünfköpfige
Gruppe deutscher Soldaten, eine Bergstellung
auf dem Klüt bei Hameln gegen die vorrückenden
Amerikaner zu verteidigen. Der ungleiche Kampf
gegen ein US-Bataillon ist schnell entschieden.
Ein Oberleutnant geht in Gefangenschaft, ein
junger Artillerist wird schwer verwundet. Anton
Gradwohl, Oskar Weihe und Otto Drebenstedt
fallen. Sie ruhen heute auf der Kriegsgräberstätte
des Friedhofes Hameln-Wehl.
Im
Dezember 2005 wurde auf diesem Friedhof eine
Geschichts- und Erinnerungstafel aufgestellt