Im
Jahr 1922 lassen die Stadt Bad Münder und
die evangelische Kirchengemeinde inmitten des
Friedhofs ein mit Ziersträuchern bepflanztes
Rondell anlegen und darauf zum Gedenken an die
Gefallenen und Kriegsvermißten des Ersten
Weltkrieges ein etwa fünf Meter hohes Ehrenmal
errichten. Das Geld dafür stammt aus der
Bevölkerung.
Die Ortsgruppe Bad Münder des Volksbundes
widmet den 284 Gefallenen und Vermissten des
Zweiten Weltkrieges 19 Gedenksteine, die hufeisenförmig
um das Ehrenmal angeordnet sind. Die Einweihung
findet am 17. November 1954 statt.
Der
Malermeister Karl Lange und seine Frau Emilie
aus Bad Münder verlieren im Zweiten Weltkrieg
ihre vier Söhne. Eine Familie ist ausgelöscht:
Nach dem Tod der Eltern und der Aufhebung dr
Familiengrabstätte erinnern nur noch die
am Ehrenmal angebrachten Namen der Söhne
an die Familie Lange.
Zu
einer erschütternden Begegnung kommt es
1976 anläßlich des Besuches einer
Veteranengruppe aus Polen. Der Geschichtsprofessor
Gastpary findet auf dem Friedhof das Grab seines
Jugendfreundes, des polnischen Rittmeisters
Tadeusz Kiesielewiecz. Er hat
jahrelang vergeblich nach ihm geforscht.