Schaumburger Wochenblatt v. 02.04.2008
Auflage: 77.000

"Wollen den Jüngeren solche Schicksale ersparen
Perspektiven des Volksbundes im 21. Jahrhundert

Heessen (h­b/m). Auf dem gut be­such­ten Kreis­ver­tre­ter­tag des Kreis­ver­ban­des Schaum­burg in der Gast­stätte "Heeßer Krug" re­fe­rierte Karlheinz Mön­ke­meyer, der 1. Vor­sit­zende des Be­zirks­ver­ban­des Han­no­ver, ü­ber die "­Per­spek­ti­ven des Volks­bun­des Deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sorge im 21. Jahr­hun­der­t". Mön­ke­meyer be­ton­te, dass die Grä­ber und die Er­in­ne­rung an die To­ten noch da sind. Es gehe bei der Ar­beit des Volks­bun­des um das Er­in­nern an Men­schen aus den zwei Welt­krie­gen und um Zu­kunfts­per­spek­ti­ven. "Wir wol­len den Jün­ge­ren sol­che Schick­sale er­spa­ren und aus der Ge­schichte ler­nen", so der Re­fe­rent.
"Wir kom­men in eine de­fi­zitäre La­ge", räumte der Be­zirks­vor­sit­zende mit Blick auf die nächs­ten fünf Jahre ein. Zum Glück habe die Po­li­tik be­merkt, dass der Volks­bund die Auf­ga­ben des Staa­tes wahr­nimmt und die Zah­lun­gen in den bei­den letz­ten Jah­ren deut­lich er­höht. Al­ler­dings wer­den nur 13-15 Pro­zent der Ge­samt­kos­ten vom Bund er­stat­tet, der Rest durch Mit­glie­der und Spen­der des Volks­bun­des.
"Wir müs­sen un­sere Auf­ga­ben kri­tisch ü­ber­prü­fen", for­derte Mön­ke­meyer. Seit 1989/90 sei bei der Be­treu­ung der Kriegs­grä­ber­stät­ten im Aus­land mit dem frühe­ren Ost­block ein ganz neues Auf­ga­ben­feld er­schlos­sen wor­den. Man habe ver­ab­re­det, bis 2015 die Er­rich­tung der Kriegs­grä­ber­stät­ten ab­zu­sch­ließen. Dann seien "nur" noch die Pfle­ge­ar­bei­ten wahr­zu­neh­men, was be­kannt­lich auch Geld kos­tet. Der Volks­bund pflegt ü­b­ri­gens auch Kriegs­grä­ber­stät­ten aus den Jah­ren 1870/71.
"Wir wol­len eine ak­tive Ju­gend­ar­beit ma­chen", be­kannte Re­gie­rungs­vi­ze­prä­si­dent a.D. Karlheinz Mön­ke­meyer. Das sei nicht nur wich­tig für den Be­stand der Or­ga­ni­sa­tion, son­dern auch für die Idee, jun­gen Men­schen et­was von ge­schicht­li­chen Er­fah­run­gen zu ü­ber­mit­teln. "Wir müs­sen den Frie­dens­ge­dan­ken in die Her­zen und die Köpfe be­kom­men", so Mön­ke­meyer zum Schluss sei­nes Re­fe­ra­tes.

 



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