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Schaumburger Zeitung
v.
22.02.2006
Auflage:
8.900
Realschule und Johann Güldner ausgezeichnet Schüler sammeln jedes Jahr für die Kriegsgräberfürsorge / Ergebnis weit über dem Landesdurchschnitt
Hessisch Oldendorf (boh). Mit der Anerkennungsplakette in Silber des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge wurden die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule in Hessisch Oldendorf in einer Feierstunde im Rathaus für vorbildliches Engagement geehrt. Erst zwei Mal sei diese Plakette in den letzten 15 Jahren vom Bezirksverband Hannover verliehen worden, führte Bezirksgeschäftsführer Karsten Richter aus.
"Bisher wurde die Anerkennungsplakette an Institutionen überreicht. Es erfüllt uns mit Stolz, dass jetzt die Schüler der Realschule ausgezeichnet werden", sagte Richter. Seit Jahren führen die Schüler der zehnten Klassen im Herbst die Straßen- und Haussammlung durch und erzielten stets Ergebnisse, die weit über dem Landesdurchschnitt liegen, betont Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann. "Mit der tatkräftigen Unterstützung durch die Schüler erzielt der Stadtverband Hessisch Oldendorf regelmäßig hervorragende Ergebnisse", fügt er an. Rund 10 000 Euro kommen Jahr für Jahr zusammen - die Wilhelm-Busch-Realschüler steuern etwa 2 000 Euro bei. Dabei sei die Spendenbereitschaft an der Haustür gar nicht so einfach, erzählt Schülersprecher Arne Eschenhagen.
Häufig genug werden die Schüler brüsk abgewiesen oder es werde gar nicht erst geöffnet. Trotzdem lassen sich die Schüler davon nicht abschrecken und haben immer wieder gute Spendenergebnisse. Und so ganz nebenbei leisten sie damit ihren Friedensbetrag über Landesgrenzen hinaus, freut sich Karsten Richter. Der lud die Realschüler abschließend zu einem Besuch einer der fünf internationalen Jugendbegegnungsstätten ein, die der Volksbund unterhält.
Ebenfalls geehrt wurde Johann Güldner, der den Zweiten Weltkrieg noch hautnah miterlebt hat. Der 79-Jährige wurde für sein Engagement mit der Friedrich-Joseph-Haass-Medaille ausgezeichnet. Diese Medaille ist eine der höchsten Auszeichnungen, die der Volksbund zu vergeben hat. Seit fast 30 Jahren ist Güldner in Kleinenwiedenfür die Kriegsgräberfürsorge unermüdlich im Einsatz. Allerdings werde er in diesem Jahr aufhören, erzählt Güldner, dem die Sammlung bei Wind und Wetter mittlerweile zu beschwerlich sei. Vorsorge hat er getroffen und einen geeigneten Nachfolger für die Haussammlung gesucht.
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